AudioQuest Golden Gate Turntable Phonokabel

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Das Golden Gate Turntable verbindet einen Plattenspieler mit Cinch-Ausgang und die Phonostufe: Cinch an beiden Enden, dazu eine Masseleitung für die Erdungsklemme. Von den beiden teureren Plattenspieler-Kabeln der Marke — Yosemite und Angel — unterscheidet es sich nicht im Grundgedanken, sondern in Leitermetall, Isolation und Schirmaufbau.

Warum überhaupt ein eigenes Kabel für diese kurze Strecke? Das Signal eines Tonabnehmers liegt weit unter Line-Pegel und wird erst in der Phonostufe verstärkt, zusammen mit allem, was es unterwegs aufgenommen hat. Golden Gate setzt dagegen massive Leiter aus Perfect-Surface Copper, geschäumtes Polyethylen als Isolation und eine Metalllage vor dem geerdeten Schirm. Gelistet ist eine Ausführung mit 1,5 m Länge.

Technologien

Solid Perfect-Surface Copper (PSC)

Bei Kupfer entscheidet die Oberfläche: Sie führt das elektrische Feld im Leiter und das magnetische Feld um ihn herum. AudioQuest schützt sie deshalb mit einem eigenen Metallverfahren über jeden Zieh- und Fertigungsschritt hinweg — bleibt das oxidarme Kupfer so weich, rein und glatt wie möglich, fällt die Verzerrung entsprechend niedrig aus. Der Leiter ist massiv ausgeführt, nicht verseilt: Die elektrische und magnetische Wechselwirkung zwischen Einzeldrähten, die AudioQuest als eine der größten Verzerrungsquellen in konventionellen Kabeln benennt, entfällt damit.

Metal-Layer Noise-Dissipation

Ein Schirm mit 100 % Abdeckung ist technisch leicht zu bauen. Die eigentliche Frage ist, wohin die eingefangene Energie geht: Klassische Schirme leiten aufgenommene Hochfrequenz zur Gerätemasse ab und modulieren damit genau die Bezugsebene, gegen die das Signal gemessen wird — aus Störung wird Signalverzerrung. Die Noise-Dissipation „schirmt den Schirm“: Eine zusätzliche Metalllage absorbiert und reflektiert den größten Teil der Störenergie, bevor sie die geerdete Lage erreicht.

Foamed-Polyethylene Insulation

Jedes feste Material neben einem Leiter gehört elektrisch zum Stromkreis dazu und nimmt Energie auf; ein Teil davon wird gespeichert und zeitversetzt wieder abgegeben — hörbar als Unschärfe. Luft nimmt praktisch keine Energie auf, Polyethylen ist verlustarm und verzerrt gutmütig. Geschäumtes PE mit seinem hohen Luftanteil kombiniert beides.

Direction-Controlled Conductors

Gezogenes Metall hat eine nicht symmetrische und damit gerichtete Kornstruktur. AudioQuest bestimmt für jede verwendete Charge durch Hören die Richtung, in der die daraus folgende Schwankung der HF-Impedanz Störungen dorthin ableitet, wo sie am wenigsten Schaden anrichten, und markiert sie mit Pfeilen auf den Steckern. Bei den meisten Modellen zeigt der Pfeil zugleich an, an welchem Ende Schirm und Masse aufgelegt sind — das Kabel ist dann nicht seitenverkehrt einsetzbar.

Cold-Welded, Gold-Plated Terminations

Lot ist eine klassische Verzerrungsquelle an der Übergangsstelle. Beim Golden Gate wird stattdessen mit hohem Druck kaltverschweißt, die Verbindung kommt ganz ohne Lot aus. Die Massehülsen sind gestanzt statt gedreht — so lässt sich das Metall nach seinem elektrischen Verhalten aussuchen und nicht danach, wie gut es sich zerspanen lässt. Die Kontakte sind vergoldet.

Spezifikationen

Eigenschaft Wert
Leitermaterial Solid Perfect-Surface Copper (PSC), massiv, Direction-Controlled
Dielektrikum / Isolation geschäumtes Polyethylen (Foamed-PE)
Schirmung Metal-Layer Noise-Dissipation
Terminierung Cinch (RCA) auf Cinch (RCA), dazu Masseleitung; kaltverschweißt, vergoldet, gestanzte Massehülsen
Verfügbare Längen 1,5 m

Lieferumfang & Konfektion

Eine Ausführung, ab Werk konfektioniert: 1,5 m, Cinch auf Cinch, mit Masseleitung (Artikelnummer TURNGGATE150). Weil die Stecker kaltverschweißt und nicht gelötet sind, lässt sich die Länge nachträglich nicht ändern — die Strecke vom Plattenspieler zur Phonostufe vorher ausmessen.

Hinweise

Golden Gate ist ein Name, nicht ein Kabel. AudioQuest führt unter derselben Bezeichnung ein Cinchkabel für Line-Verbindungen, ein Tonarmkabel mit fünfpoligem JIS-Stecker und dieses Plattenspieler-Anschlusskabel mit Cinch an beiden Enden. Wer die Leitung direkt am Tonarm tauschen will, braucht das Tonarmkabel; wer einen Plattenspieler mit Cinch-Ausgang anschließt, dieses hier.

Die Masseleitung gehört angeschlossen. Sie führt vom Plattenspieler an die Erdungsklemme der Phonostufe. Fehlt diese Verbindung, brummt es in aller Regel hörbar — unabhängig davon, wie gut das Signalkabel ist.

Auf die Laufrichtung achten. Die Pfeile auf den Steckern sind keine Zierde: Sie geben die Richtung vor, in der die Leiter gehört und die Masse aufgelegt wurde. Beim Anschließen also der Pfeilrichtung folgen, vom Plattenspieler zur Phonostufe.

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