AudioQuest Boxer RCA Subwoofer-Kabel
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Das Boxer steht an der Spitze der vier AudioQuest-Verbindungen, die eigens für den Subwoofer gebaut sind – im hier geführten Programm liegt es preislich deutlich über Black Lab, Greyhound und Irish Red. Der Mehraufwand verteilt sich auf vier Stellen: massive, zu 1,25 % versilberte Kupferleiter statt reinem Kupfer, eine Isolation aus Polyethylen-Luftröhrchen statt geschäumtem PE, die eigens für unsymmetrische Verbindungen entwickelte Double-Balanced Geometry und eine dreilagige Noise-Dissipation aus Metall und karbonhaltigen Kunststoffen. Gelistet sind sieben Längen von 2 bis 20 m, jede mit zusätzlicher Masseleitung.
Technologien
Solid 1.25% Silver Conductors
Die Leiter bestehen aus massivem Kupfer mit einem Silberanteil von 1,25 %, direkt auf das Kupfer aufgebracht. AudioQuest beschreibt das als kosteneffizienten Weg, die „Schärfe“ im Bass anzuheben – gemeint ist Artikulation und Durchhörbarkeit, nicht Lautstärke. Dass die Leiter massiv und nicht verseilt sind, hat einen eigenen Grund: Die Wechselwirkung zwischen Einzeldrähten benennt AudioQuest als Quelle von Verzerrung und Jitter, und sie entfällt bei Massivleitern.
Carbon-Based 3-Layer Noise-Dissipation
Ein Schirm mit 100 % Abdeckung ist technisch leicht zu bauen. Die eigentliche Frage ist, wohin die eingefangene Energie danach geht. Klassische Schirme leiten aufgenommene Hochfrequenz zur Gerätemasse ab und modulieren damit genau die Bezugsebene, gegen die das Signal gemessen wird – aus einer Störung wird so eine Signalverzerrung. Beim Boxer wechseln sich stattdessen Lagen aus Metall und karbonhaltigen Kunststoffen ab. Sie „schirmen den Schirm“: Der größte Teil der Störenergie wird absorbiert und reflektiert, bevor er die geerdete Lage erreicht.
Polyethylene Air-Tube Insulation
Jedes feste Material neben einem Leiter gehört elektrisch zum Stromkreis dazu und nimmt Energie auf; ein Teil davon wird gespeichert und zeitversetzt wieder abgegeben – hörbar als Unschärfe. Beim Boxer läuft jeder der beiden Leiter deshalb in einem Luftschlauch aus Polyethylen. Luft nimmt praktisch keine Energie auf, Polyethylen ist verlustarm und hat ein gutmütiges Verzerrungsprofil. Die Röhre hat noch eine zweite Aufgabe: Sie hält die Geometrie stabil, statt den Leiter beim Biegen des Kabels wandern zu lassen.
Double-Balanced Geometry
Cinch überträgt unsymmetrisch, und genau darauf ist diese Geometrie ausgelegt. Viele unsymmetrische Kabel führen Masse und Schirm über denselben Weg; beim Boxer sind die beiden Aufgaben getrennt, was den Aufbau sauberer und störungsärmer macht. Die Masseseite liegt dabei auf vergleichsweise niedriger Impedanz – laut AudioQuest die Grundlage für ein volleres, dynamischeres Ergebnis.
Cold-Welded, Hanging-Silver Directly Over Pure Red Copper
Lot ist an der Übergangsstelle vom Kabel zum Stecker eine klassische Verzerrungsquelle; beim Boxer wird kaltverschweißt statt gelötet. Die Kontakte selbst tragen eine Silberschicht, die direkt auf reinem Rotkupfer sitzt.
Spezifikationen
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Leitermaterial | massives, zu 1,25 % versilbertes Kupfer (Solid Silver-Plated Copper) |
| Geometrie | Double-Balanced, für Single-Ended-Betrieb |
| Dielektrikum / Isolation | Polyethylene Air-Tube (beide Leiter) |
| Schirmung | Carbon-Based 3-Layer Noise-Dissipation |
| Terminierung | Cinch (RCA) auf Cinch (RCA), kaltverschweißt, Silber direkt auf Rotkupfer; zusätzlich Masseleitung mit Kabelschuhen |
| Verfügbare Längen | 2 · 3 · 5 · 8 · 12 · 16 · 20 m |
Lieferumfang & Konfektion
Das Boxer wird ab Werk konfektioniert, Cinch auf Cinch. Jede Ausführung führt zusätzlich eine Masseleitung mit Kabelschuhen mit, über die sich Verstärker und Subwoofer gehäuseseitig verbinden lassen. Der Mantel wechselt mit der Länge: 2, 3 und 5 m tragen einen Gewebemantel, ab 8 m ist er aus PVC. Gelistet sind sieben Längen: 2 · 3 · 5 · 8 · 12 · 16 · 20 m.
Hinweise
Eine Strecke, ein Subwoofer. Der Subwoofer-Ausgang eines Verstärkers oder AV-Receivers ist einkanalig, und entsprechend ist dieses Kabel eine einzelne Cinch-Verbindung – kein Stereopaar. Wer zwei Subwoofer betreibt, braucht zwei Kabel oder eine Aufteilung am Ausgang.
Der Mantel wechselt bei 8 m. Bis einschließlich 5 m ist das Boxer mit Gewebemantel konfektioniert, ab 8 m mit PVC-Mantel. Das ist ein Unterschied im Erscheinungsbild und in der Haptik; wer eine sichtbar verlegte Strecke plant und Wert auf das Gewebe legt, sollte das bei der Längenwahl mitbedenken.
Die Masseleitung ist ein Angebot, keine Pflicht. Sie ist dafür da, Brummschleifen zwischen Verstärker und aktivem Subwoofer zu unterdrücken. Brummt die Kette nicht, bleiben die Kabelschuhe unbenutzt.
Länge vor der Bestellung ausmessen. Weil die Stecker kaltverschweißt und nicht gelötet sind, lässt sich die Länge nachträglich nicht ändern. Die Strecke also einmal am tatsächlichen Kabelweg entlang abmessen – an der Wand, hinter dem Möbel, nicht Luftlinie – und eher großzügig als knapp wählen.
