AudioQuest Cinnamon Optisches Kabel
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Das Cinnamon Optical ist das oberste der drei AudioQuest-Toslink-Kabel, die mit einer einzelnen Faser arbeiten — darüber beginnen mit Carbon und Vodka die Bündel aus vielen Einzelfasern. Was Cinnamon von Pearl und Forest trennt, ist die Faser selbst: AudioQuest beschreibt sie als die reinste und streuungsärmste dieser drei. Dazu kommt eine fein polierte optische Schnittstelle. Gelistet sind sieben Längen von 0,75 bis 16 m; ein Adapter von Toslink auf 3,5-mm-Mini liegt jeder Ausführung bei.
Technologien
Lowest-Dispersion, Highest-Purity Fiber
Bei einem Lichtwellenleiter kommt das Signal fast immer an — die Frage ist nur, wann. Ein Teil des Lichts läuft nicht geradeaus durch die Faser, sondern wird an der Wandung wieder und wieder abgelenkt und legt dadurch eine spürbar längere Strecke zurück, ähnlich einer Billardkugel, die über die Banden läuft. Dieser Anteil trifft verzögert ein, verschmiert die Flanke des Lichtimpulses und macht es dem Empfänger schwerer, sauber zwischen Null und Eins zu unterscheiden. Was als Streuung beginnt, endet als verringerte nutzbare Bandbreite und schließlich als Verzerrung im Analogsignal am Ende der Kette. Wie stark ein Kabel streut, hängt davon ab, wie homogen das Fasermaterial ist: Einschlüsse und Dichteschwankungen lenken Licht ab und absorbieren einen Teil davon. AudioQuest verwendet für das Cinnamon Optical deshalb das reinste Fasermaterial seiner einfaserigen Optical-Kabel.
Finely Polished Optical Interface
An den Stirnflächen tritt das Licht in die Faser ein und wieder aus. Jede Unebenheit dort wirkt wie eine zusätzliche Streuquelle: Ein Teil des Lichts wird reflektiert oder in einem ungünstigen Winkel eingekoppelt und trägt nichts mehr zum Nutzsignal bei. Die optische Schnittstelle ist deshalb fein poliert — der Übergang zwischen Sender, Faser und Empfänger bleibt so verlustärmer.
Low-Jitter
Jitter ist die zeitliche Unschärfe der Impulsflanken. Ein verschmierter Lichtimpuls überschreitet die Schaltschwelle des Empfängers mal etwas früher, mal etwas später — der Wandler entscheidet also nicht immer im selben Takt, wann eine Null endet und eine Eins beginnt. Ein direkterer Lichtweg und saubere Faserenden halten die Flanken steil und damit diese Entscheidungszeitpunkte gleichmäßiger.
Spezifikationen
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Leitermaterial | Hochreine optische Faser, streuungsarm |
| Geometrie | Lichtwellenleiter, Toslink auf Toslink |
| Terminierung | Toslink, fein polierte optische Schnittstelle |
| Mantel | Geflecht (0,75 · 1,5 m), PVC (3 · 5 · 8 · 12 · 16 m) |
| Verfügbare Längen | 0,75 · 1,5 · 3 · 5 · 8 · 12 · 16 m |
| Lieferumfang | Adapter Toslink auf 3,5-mm-Mini |
Lieferumfang & Konfektion
Das Cinnamon Optical wird ab Werk in sieben festen Längen konfektioniert: 0,75 · 1,5 · 3 · 5 · 8 · 12 · 16 m. Beide Enden sind vollformatige Toslink-Stecker. Jeder Ausführung liegt ein Adapter bei, der einen davon auf einen optischen 3,5-mm-Mini-Anschluss umsetzt — den brauchen Geräte, die ihren optischen Ausgang in der Kopfhörerbuchse führen.
Die beiden kurzen Ausführungen 0,75 m und 1,5 m tragen ein Gewebegeflecht, ab 3 m ist der Mantel aus PVC. Ablängen oder neu konfektionieren lässt sich ein optisches Kabel nicht — die benötigte Strecke also vor der Bestellung ausmessen und eher großzügig als knapp wählen.
Hinweise
Optisch ist nicht koaxial. Übertragen wird S/PDIF als Licht über Toslink. Quelle und Wandler brauchen dafür je einen optischen Anschluss — meist beschriftet mit „Optical“, „Toslink“ oder „Digital Out (Optical)“. Ein koaxialer Cinch-Digitaleingang lässt sich damit nicht bedienen, und umgekehrt hilft kein Steckeradapter: Das eine trägt Licht, das andere Strom.
Was Toslink trägt. Die Schnittstelle überträgt Stereo-PCM sowie datenreduzierte Mehrkanalformate wie Dolby Digital und DTS. Verlustfreie HD-Tonspuren und Dolby Atmos in voller Form laufen dagegen über HDMI. Das ist eine Eigenschaft der Schnittstelle, nicht dieses Kabels — kein optisches Kabel welcher Güte auch immer ändert daran etwas.
Keine Laufrichtung. Anders als die elektrischen AudioQuest-Kabel trägt das optische keinen Richtungspfeil. Welches Ende an der Quelle steckt, spielt keine Rolle.
Nicht knicken. Lichtwellenleiter vertragen enge Radien schlecht. Eine gebrochene oder scharf abgeknickte Faser überträgt dauerhaft weniger Licht, auch wenn der Mantel äußerlich unversehrt aussieht. Beim Verlegen also großzügige Bögen einplanen und das Kabel nicht hinter einem Möbelstück zusammenquetschen.
Cinnamon ist eine Baureihe, kein einzelnes Kabel. AudioQuest führt den Namen auch bei Digital-Coax-, Ethernet- und HDMI-Kabeln. Dieser Artikel ist das optische Toslink-Kabel; die anderen Cinnamon-Ausführungen sind für ihre jeweilige Schnittstelle gebaut und nicht gegeneinander austauschbar.

