AudioQuest Pearl Optisches Kabel
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Das Pearl Optical ist der Einstieg in AudioQuests optische Kabel. Es überträgt das Digitalsignal nicht elektrisch, sondern als Licht: Der Sender setzt den Datenstrom in Lichtimpulse um, eine streuungsarme Faser führt sie zum Empfänger, dort wird zurückgewandelt. Weil dabei kein Metall von einem Gerät zum anderen durchläuft, sind Quelle und Wandler galvanisch getrennt — Brummschleifen über die Signalmasse kann es bei einer optischen Verbindung nicht geben. Pearl gibt es in zwei Steckerausführungen: einmal Toslink auf Toslink, einmal Toslink auf optischen 3,5-mm-Mini. Beide sind in sieben Längen von 0,75 bis 16 m gelistet.
Technologien
Low-Dispersion Fiber
Optische Übertragung hat eine typische Schwäche, und die heißt Streuung. Nicht jeder Lichtstrahl läuft geradeaus durch die Faser: Ein Teil wird an der Wandung immer wieder abgelenkt und legt dadurch einen längeren Weg zurück — AudioQuest vergleicht das mit einer Billardkugel, die über die Banden läuft statt direkt zu rollen. Dieser Anteil trifft später ein, der Lichtimpuls verliert seine scharfe Flanke, und die Elektronik am anderen Ende muss aus einem verschmierten Signal wieder eine eindeutige Null oder Eins machen. Messbar wird das als verringerte nutzbare Bandbreite; am Ende der Kette landet es als Verzerrung im Analogsignal. Das Pearl verwendet dafür eine Faser mit geringer Dispersion — sie hält den Lichtweg direkter, als es ein beliebiges Toslink-Kabel tut.
Finely Polished Optical Interface
An den Stirnflächen tritt das Licht in die Faser ein und wieder aus. Jede Unebenheit dort wirkt wie eine zusätzliche Streuquelle: Ein Teil des Lichts wird reflektiert oder in einem ungünstigen Winkel eingekoppelt und trägt nichts mehr zum Nutzsignal bei. Die optische Schnittstelle ist deshalb fein poliert — der Übergang zwischen Sender, Faser und Empfänger bleibt so verlustärmer.
Low-Jitter
Jitter ist die zeitliche Unschärfe der Impulsflanken. Ein verschmierter Lichtimpuls überschreitet die Schaltschwelle des Empfängers mal etwas früher, mal etwas später — der Wandler entscheidet also nicht immer im selben Takt, wann eine Null endet und eine Eins beginnt. Ein direkterer Lichtweg und saubere Faserenden halten die Flanken steil und damit diese Entscheidungszeitpunkte gleichmäßiger.
PVC-Mantel
Der Mantel schützt die Faser vor Staub, Feuchtigkeit und mechanischer Beschädigung. Bei einem Lichtwellenleiter ist das mehr als Kosmetik: Eine gebrochene Faser überträgt dauerhaft weniger Licht, und die Bruchstelle sieht man von außen nicht.
Spezifikationen
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Leitermaterial | Optische Faser mit geringer Dispersion |
| Geometrie | Lichtwellenleiter |
| Terminierung | Toslink auf Toslink oder Toslink auf 3,5-mm-Mini (optisch), fein polierte optische Schnittstelle |
| Mantel | PVC (alle Längen) |
| Verfügbare Längen | 0,75 · 1,5 · 3 · 5 · 8 · 12 · 16 m |
Lieferumfang & Konfektion
Das Pearl Optical wird ab Werk in sieben festen Längen konfektioniert: 0,75 · 1,5 · 3 · 5 · 8 · 12 · 16 m. Jede Länge gibt es in zwei Steckerausführungen:
- Toslink auf Toslink — der Normalfall für Fernseher, Soundbar, Streamer, CD-Laufwerk oder Spielkonsole an einen D/A-Wandler oder Verstärker.
- Toslink auf 3,5-mm-Mini — für Geräte, die ihren optischen Ausgang in der Kopfhörerbuchse führen. Der Mini-Stecker gehört an dieses Gerät, das vollformatige Toslink-Ende an den Wandler.
Anders als bei Forest, Cinnamon, Carbon und Vodka liegt dem Pearl kein Mini-Adapter bei — hier wird die Mini-Ausführung direkt gewählt. Wer ein vorhandenes Toslink-Kabel nachrüsten will, findet den Adapter als eigenen Artikel.
Der Mantel ist bei allen Längen aus PVC. Ablängen oder neu konfektionieren lässt sich ein optisches Kabel nicht — die benötigte Strecke also vor der Bestellung ausmessen und eher großzügig als knapp wählen.
Hinweise
Optisch ist nicht koaxial. Übertragen wird S/PDIF als Licht über Toslink. Quelle und Wandler brauchen dafür je einen optischen Anschluss — meist beschriftet mit „Optical“, „Toslink“ oder „Digital Out (Optical)“. Ein koaxialer Cinch-Digitaleingang lässt sich damit nicht bedienen, und umgekehrt hilft kein Steckeradapter: Das eine trägt Licht, das andere Strom.
Was Toslink trägt. Die Schnittstelle überträgt Stereo-PCM sowie datenreduzierte Mehrkanalformate wie Dolby Digital und DTS. Verlustfreie HD-Tonspuren und Dolby Atmos in voller Form laufen dagegen über HDMI. Das ist eine Eigenschaft der Schnittstelle, nicht dieses Kabels — kein optisches Kabel welcher Güte auch immer ändert daran etwas.
Optischer Mini, nicht Klinke. Die 3,5-mm-Ausführung ist ein optischer Stecker, kein analoger Klinkenstecker. Er passt nur in Buchsen, die als kombinierter Ausgang ausgelegt sind (oft „Optical / Headphone Out“ beschriftet). In eine rein analoge Kopfhörerbuchse gesteckt überträgt er nichts.
Keine Laufrichtung. Anders als die elektrischen AudioQuest-Kabel trägt das optische keinen Richtungspfeil. Welches Ende an der Quelle steckt, spielt keine Rolle.
Nicht knicken. Lichtwellenleiter vertragen enge Radien schlecht. Eine gebrochene oder scharf abgeknickte Faser überträgt dauerhaft weniger Licht, auch wenn der Mantel äußerlich unversehrt aussieht. Beim Verlegen also großzügige Bögen einplanen und das Kabel nicht hinter einem Möbelstück zusammenquetschen.
Pearl ist eine Baureihe, kein einzelnes Kabel. AudioQuest führt den Namen auch bei HDMI- und Ethernet-Kabeln. Dieser Artikel ist das optische Toslink-Kabel; die anderen Pearl-Ausführungen sind für ihre jeweilige Schnittstelle gebaut und nicht gegeneinander austauschbar.

