AudioQuest Vodka Optisches Kabel

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Das Vodka Optical ist AudioQuests aufwendigstes Toslink-Kabel im hier gelisteten Sortiment. Sein Unterscheidungsmerkmal ist eine Zahl: 217 Einzelfasern mit enger Apertur bilden den Lichtweg, wo einfachere optische Kabel mit einer einzigen dicken Faser auskommen. Der Grund dafür liegt in der Physik der Lichtleitung — je enger die Apertur einer Faser, desto weniger stark abgelenkte Strahlen nimmt sie überhaupt auf, und desto direkter läuft das Licht hindurch. Dazu kommen präzisionspolierte Faserenden. Gelistet sind fünf Längen von 0,75 bis 8 m; ein Adapter von Toslink auf 3,5-mm-Mini liegt jeder Ausführung bei.

Technologien

217 Narrow-Aperture Synthetic Fibers

Das Problem jeder optischen Übertragung ist Streuung. Licht kommt durch die Faser auch dann an, wenn es unterwegs immer wieder an der Wandung abgelenkt wurde — nur eben später, weil es einen längeren Weg genommen hat. AudioQuest bemüht dafür das Bild der Billardkugel, die über die Banden läuft. Der verzögerte Anteil verschmiert die Flanke des Lichtimpulses, und der Empfänger tut sich schwer, daraus wieder eine eindeutige Null oder Eins zu machen. Sichtbar wird das als verringerte nutzbare Bandbreite; hörbar wird es als Verzerrung in dem Analogsignal, das am Ende der Kette steht. Statt die Streuung hinzunehmen, teilt das Vodka den Lichtweg auf 217 sehr dünne Fasern auf. Jede einzelne hat eine enge Apertur und nimmt deshalb nur Strahlen in einem schmalen Winkelbereich auf; stark abgelenktes Licht wird gar nicht erst weitergeleitet.

Precision-Polished Fiber Ends

Die Stirnflächen der Fasern sind die Stellen, an denen das Licht ein- und austritt, und sie sind bei einem Bündel aus vielen Einzelfasern besonders heikel: Jede Faser muss plan in derselben Ebene enden, damit alle gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Riefen oder ein schiefer Anschliff koppeln Licht in einem ungünstigen Winkel ein oder reflektieren es zurück. Die Faserenden werden deshalb präzise poliert.

Low-Jitter

Jitter ist die zeitliche Unschärfe der Impulsflanken. Ein verschmierter Lichtimpuls überschreitet die Schaltschwelle des Empfängers mal etwas früher, mal etwas später — der Wandler entscheidet also nicht immer im selben Takt, wann eine Null endet und eine Eins beginnt. Ein direkterer Lichtweg und saubere Faserenden halten die Flanken steil und damit diese Entscheidungszeitpunkte gleichmäßiger.

Spezifikationen

Eigenschaft Wert
Leitermaterial 217 Synthetikfasern mit enger Apertur
Geometrie Lichtwellenleiter, Toslink auf Toslink
Terminierung Toslink, präzisionspolierte Faserenden
Mantel Geflecht (0,75 · 1,5 · 3 · 5 m), PVC (8 m)
Verfügbare Längen 0,75 · 1,5 · 3 · 5 · 8 m
Lieferumfang Adapter Toslink auf 3,5-mm-Mini

Lieferumfang & Konfektion

Das Vodka Optical wird ab Werk in fünf festen Längen konfektioniert: 0,75 · 1,5 · 3 · 5 · 8 m. Beide Enden sind vollformatige Toslink-Stecker. Jeder Ausführung liegt ein Adapter bei, der einen davon auf einen optischen 3,5-mm-Mini-Anschluss umsetzt — den brauchen Geräte, die ihren optischen Ausgang in der Kopfhörerbuchse führen.

Die vier Längen bis 5 m tragen ein Gewebegeflecht, die 8-m-Ausführung einen PVC-Mantel. Anders als bei Pearl, Forest, Cinnamon und Carbon endet die Reihe hier bei 8 m — längere Strecken deckt das Vodka nicht ab. Ablängen oder neu konfektionieren lässt sich ein optisches Kabel nicht, die Strecke also vorher ausmessen.

Hinweise

Optisch ist nicht koaxial. Übertragen wird S/PDIF als Licht über Toslink. Quelle und Wandler brauchen dafür je einen optischen Anschluss — meist beschriftet mit „Optical“, „Toslink“ oder „Digital Out (Optical)“. Ein koaxialer Cinch-Digitaleingang lässt sich damit nicht bedienen, und umgekehrt hilft kein Steckeradapter: Das eine trägt Licht, das andere Strom.

Was Toslink trägt. Die Schnittstelle überträgt Stereo-PCM sowie datenreduzierte Mehrkanalformate wie Dolby Digital und DTS. Verlustfreie HD-Tonspuren und Dolby Atmos in voller Form laufen dagegen über HDMI. Das ist eine Eigenschaft der Schnittstelle, nicht dieses Kabels — kein optisches Kabel welcher Güte auch immer ändert daran etwas.

Keine Laufrichtung. Anders als die elektrischen AudioQuest-Kabel trägt das optische keinen Richtungspfeil. Welches Ende an der Quelle steckt, spielt keine Rolle.

Nicht knicken. Lichtwellenleiter vertragen enge Radien schlecht. Eine gebrochene oder scharf abgeknickte Faser überträgt dauerhaft weniger Licht, auch wenn der Mantel äußerlich unversehrt aussieht. Beim Verlegen also großzügige Bögen einplanen und das Kabel nicht hinter einem Möbelstück zusammenquetschen.

Vodka ist eine Baureihe, kein einzelnes Kabel. AudioQuest führt den Namen auch bei HDMI- und Ethernet-Kabeln. Dieser Artikel ist das optische Toslink-Kabel; die anderen Vodka-Ausführungen sind für ihre jeweilige Schnittstelle gebaut und nicht gegeneinander austauschbar.

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