Cardas Audio Frequency Sweep and Burn-In Record Testschallplatte (180g 33rpm)

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Die Frequency Sweep and Burn-In Record ist ein einzigartiges Tuning-Werkzeug für Set-up, Diagnose und Pflege eines Plattenspielers. Sie wurde von George Cardas produziert und von Mastering-Legende Stan Ricker auf einer Neumann-VMS-66-Lackschnittmaschine mit einem heliumgekühlten Neumann-SX-74-Schnittkopf gemastert; die Elektronik für den Schnittkopf steuerte Keith O. Johnson bei.

Der „Sweeper" enthält zusätzlich zu den Standardtönen eine Prüfung der relativen und absoluten Polarität sowie Frequenzreiniger, die mit Ultraschallwellen die Plattennadel reinigen und das System entmagnetisieren. Eine endlos laufende Rille mit 1/f-Rauschen, leere Plateaus und ein speziell bedrucktes Label zur Prüfung der Plattenteller-Geschwindigkeit sind ebenfalls enthalten – und das alles auf einer 180-g-Vinyl-Pressung mit einem lächelnden Stan Ricker auf dem Cover.

Entmagnetisieren und Nadelreinigen

Die wichtigsten Werkzeuge liegen auf Seite 1: Die Tracks 1 und 2 entmagnetisieren die Anlage. Bei normaler Lautstärke abgespielt entmagnetisieren sie den Tonabnehmer und reinigen zugleich die Nadel mit Ultraschall. Danach kann es vorkommen, dass beim Abspielen von Platten klickende Geräusche zu hören sind – verursacht von Schmutz, der nach dem Reinigungsprozess vom Nadelträger herabfällt. In diesem Fall einfach die LP reinigen.

Der Vorgang sollte regelmäßig durchgeführt werden, um die optimale Wiedergabequalität zu erhalten; Cardas empfiehlt eine wöchentliche Anwendung, der Effekt sollte deutlich hörbar sein. Systeme mit Eisenkernen brauchen die Anwendung häufiger als solche mit Rubinkernen.

Raumabstimmung

Die Sweeps helfen auch bei der klanglichen Abstimmung des Hörraums und bei der Überprüfung bereits vorgenommener Tuning-Maßnahmen: am Hörplatz sitzen und die Tracks bei niedriger Lautstärke abspielen. In einem gut abgestimmten Raum steht das Klangbild stabil in der Mitte; führen Stellen im Raum zu harten Reflexionen, verschwimmt es. Dann an genau diesen Orten mit Dämpfungsmaterial arbeiten.

Kanalzuordnung und Polarität

Seite 2 beginnt mit der Stimme von George Cardas – von links, von rechts und als Monosignal aus der Mitte. Wird das Monosignal nicht mittig zwischen den Lautsprechern abgebildet, sondern scheint hinter ihnen zu stehen, ist ein Kanal phasenverdreht; dann die Verkabelung prüfen.

Mit den Ansagen „In Polarity" und „Out of Polarity" lässt sich die absolute Phase kurz prüfen: bei korrekter Phase steht die Stimme zuerst etwas vor den Lautsprechern zentral in der Mitte, danach etwas dahinter. Bei den folgenden Tonbeispielen ist der Effekt durch die Kombination mit Raumhall deutlicher zu hören. Ist das System phasenverschoben, sind meist die Lautsprecher- oder Tonabnehmerverbindungen einer Seite vertauscht (relative Phase) – in der Regel schnell gefunden.

Einspielen mit rosa Rauschen

Die Tracks 2, 3 und 4 auf Seite 2 enthalten rosa Rauschen (1/f-Rauschen) in Endlos-Rillen: die Nadel bleibt in der Rille, bis sie abgehoben wird. Diese Tracks helfen beim Einspielen eines neuen Tonabnehmers – allerdings erst, wenn das System korrekt eingerichtet ist. Eine feste Regel für die Einspielzeit gibt es nicht; George Cardas empfiehlt je eine Stunde in den Vertikal- und in den Horizontalrillen. Weil diese Rillen relativ schnell abnutzen, sollte für jedes neue System eine neue Rille genutzt werden – die Platte ist damit für die nächsten 32 Systeme gerüstet.

Geschwindigkeit und Antiskating

Für das Sync Label braucht es eine Glühlampe oder eine Leuchtstofflampe – Taschenlampen funktionieren nicht. Der Stroboskopeffekt lässt die passende Linie auf dem Label stillstehen, wenn die Geschwindigkeit stimmt. Außerdem hat die LP eine Reihe glatter Plateaus: bei richtig eingestelltem Antiskating und absolut gerade aufgestelltem Plattenspieler sollte die Nadel dort langsam nach innen wandern.

Titel

Seite 1 – Sweeper (45 rpm)

1. Short Sweeps, short version (52 Sekunden) – Endlosspirale
2. Short Sweeps, long version (4:46) – Endlosspirale
3. „I've Got a Feeling I'm Falling" – Tom Loncaric Band (2:29), offene und sehr dynamische Aufnahme – Endlosspirale
4. 1K Tone (740,74 Hz bei 33 1/3 rpm) – Endlosspirale

Seite 2 – Burn-In (33 1/3 rpm)

1. Stimme von George Cardas: „Greetings from the left channel" / „From the right channel" / „From both channels" (laterale Modulation, mono, in Phase), dazu „In polarity" und „Out of polarity" sowie 13 Klavieranschläge und angeschlagene Hohlstöcke im halligen Raum als Phasenprobe
2. 20 Einzelrillen rosa Rauschen, horizontale 0-dB-Auslenkung (mono) – ½-Zoll-Plateau
3. 32 Einzelrillen, vertikale 0-dB-Auslenkung (gegenphasig) – ½-Zoll-Plateau
4. 20 Einzelrillen rosa Rauschen, horizontale 0-dB-Auslenkung (mono)
5. 26 unmodulierte Rillen – dienen der flacheren Pressung der LP

Ausführung

Format LP, 180 g SuperVinyl
Drehzahl Seite 1: 45 rpm · Seite 2: 33 1/3 rpm
Label Cardas Audio
Produktion George Cardas
Mastering Stan Ricker
Lackschnittmaschine Neumann VMS 66
Schnittkopf Neumann SX-74, heliumgekühlt
Schnittkopf-Elektronik Keith O. Johnson

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