Reference Recordings XLO Test & Burn-In Test-CD

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Die von XLO Kabel und Reference Recordings gemeinsam produzierte Test- und Einbrenn-CD ist ein wertvolles Hilfsmittel zur richtigen Aufstellung und Verkabelung einer Musikanlage. Die Einbrenn- und Demagnetisierungs-Tracks helfen dabei, alles aus der Anlage herauszuholen. Anhand von Beispielen aus dem Reference-Recordings-Katalog lernt man nicht nur viel über die korrekte Phasenlage, sondern auch über Dynamik und Mikrofonierung.

Durch die Scheibe führen Roger Skoff (XLO) und „Prof." Keith O. Johnson (Reference Recordings) Schritt für Schritt – von der Kanalzuordnung über Aufstellung und absolute Phase bis zum Einspielen der Komponenten. Die CD ist als HDCD codiert und damit auf entsprechenden Playern mit erweiterter Auflösung abspielbar; auf jedem normalen CD-Player läuft sie ebenso.

Testteil: Aufstellung, Phase, Raum

1. Kanalidentifizierung – sind linker und rechter Kanal korrekt angeschlossen?

2. Stimme in Phase – die Stimme muss in der Mitte zwischen den Lautsprechern stehen.

3. Stimme gegenphasig – die Stimme scheint völlig losgelöst im Raum zu stehen und hat keine räumliche Darstellung.

4. Klatschen – dieses wiederholte Klatschgeräusch dient Tontechnikern dazu, sich mit den klanglichen Gegebenheiten des Abhörraumes vertraut zu machen. Man kann den Nachhall des Raumes an jeder Position gut einschätzen. Weil jeder menschliche Klatscher leicht anders ausfällt und der Klatschende selbst akustischen Einfluss hat, ist dieser Track besser geeignet.

5. 315-Hz-Testton – dient dazu, Balance-Unterschiede an der Elektronik festzustellen. Ein an den Ausgängen angeschlossenes Multimeter zeigt Kanalunterschiede im Pegel zuverlässig an.

6. Prof. Johnson demonstriert Raumakustik – eine Multimikrofon-Installation in einem großen Studio demonstriert räumliche Darstellung. Prof. Johnson wandert im Saal umher, man kann seiner Stimme und den angeschlagenen Instrumenten akustisch folgen. Er gibt auch ein Beispiel für einen häufig vorkommenden Mikrofonierungsfehler.

Demagnetisierung und Einbrennen

7. Demagnetisierungs-Sweep – baut magnetische Aufladungen innerhalb aller Komponenten einer HiFi-Anlage ab. Sollte regelmäßig durchgeführt werden. Den Hinweis im Handbuch zur Verwendung mit Tonabnehmern unbedingt beachten.

8. Tieffrequenz-Demagnetisierungs-Fade – da die Frequenzweichen in aktiven wie passiven Lautsprechern die hochfrequenten Töne aus Track 7 nicht durchlassen, ist dieser Track speziell für die Demagnetisierung der Bässe gedacht. Nicht zur Demagnetisierung von Tonabnehmern verwenden.

9. Einbrenntöne – alle Komponenten einer Musikanlage müssen eingespielt werden, um die bestmögliche Wiedergabequalität zu erreichen; dieser Track beschleunigt den Prozess enorm. Track auf Wiederholung setzen und bei normaler Lautstärke kontinuierlich laufen lassen – die Anlage wird dadurch nicht beschädigt. Soll nur eine Komponente, nicht aber die Lautsprecher eingebrannt werden, lässt sich ein 8-Ohm-Widerstand mit 10 Watt Belastbarkeit zwischen die Enden der Lautsprecherkabel setzen. Für Tonabnehmersysteme ist dieser Track nicht geeignet – die müssen mechanisch eingefahren werden.

Hörteil: Phase, Raum und Dynamik am Musikbeispiel

10. Mono-Musikstück in Phase – Stimme und Musiker sollten sich mittig zwischen den Lautsprechern befinden.

11. Mono-Musikstück gegenphasig – Stimme und Musiker sollten völlig undefiniert und über eine große Breite im Raum stehen. Je weniger die Lautsprecher hierbei ortbar sind, desto besser bilden sie ab, wenn das Signal in Phase ist.

12. Stereo in falscher absoluter Phase – klingt beim ersten Hinhören noch gut, wer intensiver hinhört, merkt aber, dass die Darbietung nicht wirklich lebensecht ist. Links und rechts sind gleichphasig, das Signal insgesamt jedoch gegenphasig. Messtechnisch ergibt sich dasselbe Signal; es gibt Hörer, die den Unterschied wahrnehmen – und solche, die es nicht tun.

13. Stormy Weather – das Stück der vorherigen Tracks in korrekter Phase und voller Länge. Sängerin Eileen Farrell hatte kurz zuvor ihren 70. Geburtstag gefeiert, das Alter ihrer Stimme ist wunderbar herauszuhören. Das Raumgefühl stammt nicht aus dem Aufnahmeraum, sondern wurde künstlich erzeugt. Auf die Position des Flügelhorns im hinteren Bühnenbereich achten.

14. Shiny Stockings – Big-Band-Jazz mit großem Dynamikumfang. Das Stück beginnt sehr ruhig mit einem Pianosolo und steigert sich immer weiter; zum Schluss spielen fünf Trompeten, drei Posaunen, fünf Saxophone, akustischer Bass und Schlagzeug. Wenn die Anlage das wiedergeben kann, ohne die Instrumente verschmieren zu lassen oder vor dem Dynamikumfang zu kapitulieren, ist vieles richtig gemacht.

15. Morton Gould: Derivations for Clarinet and Band – hier spielt eine Big Band, und die Blasinstrumente lassen sich einzeln heraushören. Aufgenommen in der fulminanten Akustik des Medinah Temple in Chicago.

16. Janáček: Sinfonietta, „The Queen's Monastery" – dieser Track stammt von der ersten symphonischen HDCD, aufgenommen in der Tschechischen Republik. Es spielen 26 Violinen und eine gleiche Anzahl größerer Streichinstrumente. Enthält viele Solomomente; besonders die Hornstöße bei 3:45 sind interessant.

17. Biebl: Ave Maria – gigantische Choraufnahme mit 30 Stimmen im Zentrum und weiteren 200 Stimmen an den Seiten. Die räumliche Darstellung geht auf beiden Seiten über die Lautsprecher hinaus. Aufgenommen im „Kathedralen-Modus" des anpassbaren Meyerson Symphony Center in Dallas.

18. Weinberger: Polka and Fugue – dieses Showstück präsentiert nach einer gemeinsamen Polka alle Instrumente eines Symphonieorchesters reihum und zeigt ihre Position im Orchesteraufbau. Mit Einsatz der Orgel bei 5:38 steigert sich das Orchester im Pegel immer weiter; die Kombination aus Orgel und Bassregistern ist eine Herausforderung für jede Anlage. Die meisten Anlagen beginnen bei hohen Pegeln zu verzerren – vorsichtig an das Limit herantasten.

Ausführung

Format CD, HDCD-codiert
Label Reference Recordings
Katalognummer RX-1000
Mitwirkende Roger Skoff (XLO), Prof. Keith O. Johnson

Hinweis zur Pflege

Für eine nochmalige klangliche Verbesserung empfehlen wir einen CD/DVD-Conditioner wie „L'Art du Son".

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